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PUMA-System® für 30 m langes Stabbearbeitungszentrum mit zwei Köpfen PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 06. Februar 2010 um 19:23 Uhr

Ein Kunde, der unter anderem für die Bereiche Schienenfahrzeuge und Fahrzeugbau fertigt, hat seinen Maschinenpark mit einem 30 m langen Stabbearbeitungszentrum von elumatec erweitert. Die Maschine hat zwei Köpfe und kann flexibel in unterschiedlichen Betriebsmodi fertigen. Das Unternehmen setzt zur Programmierung des Stabbearbeitungszentrums unser PUMA-System® ein, das sich schon auf 6 anderen Maschinen im Betrieb bewährt hat.

Die 30 m lange Doppelkopfmaschine besteht aus zwei Standard-Stabbearbeitungszentren SBZ 151 mit einem durchgängigen Maschinenbett. Nicht jedes Portal kann 30 m weit auf der X-Achse fahren, sondern jeweils 15 m auf der linken oder rechten Hälfte des Maschinenbetts. In der Mitte der Maschine überschneiden sich die Arbeitsbereiche der beiden Portale – deshalb ist eine Kollisionsüberwachung nötig. Das Prinzip dabei ist: Der Kollisionsbereich ist ein exklusiver Bereich, in dem immer nur ein Portal verfahren und bearbeiten darf.

Auch für die Spannerverschiebung gibt es maschinenspezifische Lösungen. Bei der SBZ 151 werden die Spanner durch eine Stange verschoben, die sich nach links oder nach rechts bewegt und dabei die mit Spanndruck an der Stange haltenden Spanner neu positioniert. Kollisionsgefahr besteht dann, wenn die Verstellstangen der linken und der rechten Maschine aufeinander zu fahren. Bei der Doppelkopfmaschine gibt es bei der Spannerverschiebung eine exklusive Rechtevergabe. Wenn die erste Maschine Spanner verschieben möchte, wird kontrolliert, ob bereits eine Spannerverschiebung der zweiten Maschine in Gange ist. Wenn das der Fall ist, muss die erste Maschine warten. Nach einer Spannerverschiebung kehrt die Stange wieder in ihre Grundposition zurück, in der keine Kollisionsgefahr besteht.

Die 30 m-Maschine erlaubt verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Natürlich können beide Maschine völlig autonom arbeiten. Für kürzere Profile lassen sich 4 Bearbeitungsstationen einrichten. Beide Portale können dann jeweils im Pendelbetrieb arbeiten. Im Bedienmodus „Doppelkopfbetrieb“ wird die linke SBZ 151 als Master-Maschine und die rechte SBZ 151 als Slave-Maschine definiert. Die Steuerung der Master-Maschine kontrolliert dabei das Bedienfeld der Slave-Maschine. Bei allen Betriebsmodi ist nur ein Maschinenbediener nötig.

Mit zwei Portalen doppelt so schnell arbeiten

Alle oben beschriebenen Maschinenspezifikationen müssen entsprechend bei der Programmiersoftware für die Teilefertigung berücksichtigt werden. Gert Fischer, Anwendungsprogrammierer bei CAMäleon, führt die entsprechenden Anpassungen durch. Fischer: „Auf der 30 m-Maschine wird das Bearbeitungsprogramm von Langteilen automatisch aufgeteilt und sinnvoll dem linken Portal und dem rechten Portal zugeteilt. Die linke Maschine arbeitet auf den linken 15 m des Maschinenbetts, die rechte Maschine arbeitet auf den rechten 15 m. Diese Zuteilung macht automatisch das PUMA-System®.“ Effekt: Das Langteil wird gleichzeitig von beiden Portalen bearbeitet, so dass doppelt so schnell gefertigt werden kann.

Die Programmiersoftware PUMA-System® überwacht den Kollisionsbereich der beiden Portale, organisiert die automatischen Spannerverschiebungen und stellt sicher, dass die Verstellstangen der Spanner nicht kollidieren. Zu jedem Portal gehören 16 Spanner – insgesamt können Langteile auf der Doppelkopfmaschine also mit 32 Spannern gehalten werden. Auch die stirnseitige Bearbeitung von Langteilen ist auf der Maschine möglich. Überlange Profile können über das Maschinenbett hinaus geschoben werden.