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PUMA-System® gleicht dank Messtaster Toleranzen aus PDF Print E-mail
Sunday, 01 November 2009 08:55

Mit einem Messtaster lassen sich Toleranzen beim noch unbearbeiteten Profil feststellen. Der Einsatz lohnt sich, wo es auf hohe Genauigkeit ankommt. Ein Kunde, der selber Strangpressprofile entwickelt, herstellt und dann z.B. für die Automobilbranche bearbeitet, arbeitet mit diesem Kontrollwerkzeug. Der international erfolgreiche Konzern setzt als Programmiersoftware unser PUMA-System® ein, produziert wird auf zwei Stabbearbeitungszentren SBZ 151 von der elumatec GmbH.

„Mit dem Messtaster kann man zum Beispiel Abweichungen in der Höhe eines Profils feststellen. Sollen beispielsweise Auflageflächen exakt 20 mm unter der Oberkante des Profils gefräst werden, kann eine Messung sinnvoll sein. Denn: Wenn das Profil unterschiedlich hoch ist, werden auch die Auflagefläche nicht mehr auf einer Ebene liegen“, verdeutlicht Thomas Schmidt, Anwendungstechniker der CAMäleon Produktionsautomatisierung GmbH. Die vom Messtaster gemessenen Werte werden von der Programmiersystem PUMA-System® gleich während der Laufzeit des Programms verrechnet – Abweichungen in der Höhe des Profils werden so in der Bearbeitung berücksichtigt.

Thomas SchmidtNach guten Erfahrungen mit der Programmiersoftware PUMA-System® und dem elumatec-Stabbearbeitungszentrum vertraute der Kunde bei der Erweiterung seines Equipments auf die bewährte Kombination. Thomas Schmidt kümmerte sich im Rahmen der einwöchigen Produktionsbegleitung um Flexibilität im Maschinenpark des Kunden: Verschiedenen vorhandene Datenbanken wurden im Netzwerk so verknüft, dass von allen drei Programmierplätzen auf diese Daten zugegriffen werden kann. Der Kunde kann nun jedes Programm an eine beliebige Zielmaschine senden.

Die Programmiersoftware PUMA-System® übernimmt Daten aus marktüblichen Konstruktions- und Kalkulationsprogrammen, optimiert die gewünschten Profilbearbeitungen und steuert danach Bearbeitungszentren an. Das PUMA-System® (Powerful Userfriendly Milling, Application) optimiert den Fertigungsablauf in vielfältiger Weise. Dazu gehören unter anderem Wegeoptimierung, Werkzeugoptimierung, Fräsbahnoptimierung, Optimierung des Spannermanagements und Stangenoptimierung. So kann die Teilefertigung besonders schnell und wirtschaftlich absolviert werden. Bei der Wegeoptimierung wählt das Softwaresystem die Reihenfolge der Bearbeitungsschritte so, dass sich die größte Zeitersparnis und die kürzeste Fertigungszeit ergibt.

Generell erlaubt die Software PUMA-System®, Teile in nur einer Aufspannung zu bearbeiten. Mit verfahrbaren Spannern werden Teile einer Stange auseinander gezogen, wenn stirnseitige Bearbeitungen erforderlich sind. Beim Spannermanagement optimiert das PUMA-System® die Fertigung so, dass Spanner ein Profil möglichst nicht an Stellen halten, die bearbeitet werden müssen. Überhaupt sollen die Spannelemente möglichst nicht verfahren werden, um Zeit zu sparen und hohe Genauigkeit zu erzielen. Deswegen steuert das PUMA-System® Profilbearbeitungsmaschinen mit nicht symetrischer Spindelaufhängung so an, dass sie dicht neben den Spannern bearbeiten können, ohne dass die Spannvorrichtung bewegt werden muss. Auch Sägeschnitte lassen sich mit dem PUMA-System® einfach und übersichtlich programmieren.

Mit dem PUMA-System® können Anwender auf leistungsfähigen Profilbearbeitungszentren wie der SBZ 151 von elumatec maßgenau und wirtschaftlich arbeiten. Dieses Stabbearbeitungszentrum ist eine 5-Achs-Maschine für die industrielle Bearbeitung von Aluminiumprofilen. Sämtliche Bearbeitungsoptionen wie Bohren, Fräsen, Gewinde schneiden, Sägen und Klinkungen erstellen finden am ruhenden Profil statt - so kann exakt gearbeitet werden und empfindliche Oberflächen lassen sich vor Kratzern und sonstigen Schäden bewahren.

Als besonderen wirtschaftlichen Vorteil bietet das Maschinenkonzept der SBZ 151 zwei Bearbeitungsmöglichkeiten: Entweder die Komplettbearbeitung am Stab mit anschließendem Zuschnitt oder die Aufteilung des Arbeitsbereiches in zwei Zonen für den effizienten Pendelbetrieb. Die Spanner können unabhängig von den laufenden Bearbeitungen zeitparallel vorpositioniert werden. Zwei Werkzeugmagazine, die direkt an der verfahrenden Bearbeitungseinheit angebracht sind, sorgen für schnelle Werkzeugwechsel und kurze Bearbeitungszeiten.

Das PUMA-System® simuliert Fertigungsabläufe, bevor sie am Profilbearbeitungszentrum stattfinden. So kann der Maschinenbediener rechtzeitig eingreifen – bevor Schaden entsteht. Da die Programmiersoftware Fertigungsabläufe auf Basis des CNC-Codes nach dem Postprozessor-Lauf simuliert, kann mit Hilfe dieser Simulation auch kalkuliert werden, wie lange die geplante Stabbearbeitung voraussichtlich dauert – eine nützliche Hilfe für die Arbeitsvorbereitung. Durch den Postprozessor wird das in der Programmiersoftware erstellte Programm an die maschinenspezifischen Besonderheiten der Zielmaschine angepasst.